Wo sich das Ionische Meer und die Adria begegnen, liegt das griechische Eiland Korfu und zieht seit Jahrtausenden Seefahrer, Eroberer oder Touristen an. Die Gewöhnung an mehr oder weniger friedvoller Besucher spiegelt sich sowohl in der Gastfreundschaft als auch der Architektur der Korfioten. So erinnern Straßenzüge, vor allem in der Hauptstadt Kerkyra, vereinzelt an die Gassen Venedigs.
Bei einer Küstenlänge von 217 Kilometern erstaunt die Insel ihre Besucher nicht nur mit abwechslungsreichen Stränden und Badebuchten, sondern beherbergt auch architektonische und landschaftliche Kleinode, zu denen sich ein Tagesausflug empfiehlt. Ob ein Spaziergang durch die Olivenhaine, ein Bummel durch Korfu-Stadt oder die kleineren Orte oder ein Aufstieg zum Pantokrator, dem höchsten Berg der Insel, viele Touristen ziehen eine Entdeckungstour dem Faulenzen am Strand vor.
Ein Muss ist das Achillion, die ehemalige Sommerresidenz der Kaiserin Sisi, bei Gastouri. Die prunkvolle Villa wurde Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut und beherbergt nun zahlreiche Gemälde, Statuen und einen Garten, der auch heute noch zum Lustwandeln einlädt.
Die Hauptstadt Kerkyra (auch Korfu Stadt) lädt mit ihrer Altstadt mit den venezianischen Häusern, den Festungsanlagen, Geschäften und Straßenverkäufern, Tavernen und Cafes sowie ihren interessanten Museen zum Bummeln und Besichtigen ein. Flanieren lässt es sich am besten abends, wenn es nicht mehr so heiß und die Stadt malerisch erleuchtet ist
Ein Anziehungspunkt ist auch das Kloster Paleokastritsa im Norden der Insel. Dort ist es größtenteils gebirgig bis zu 900 Höhenmetern. Ausflüge mit dem Auto oder dem Rad sind möglich, wer sich abstrampelt wird mit einem wunderschönen Panoramablick über die Insel belohnt. Weniger von den Touristen vereinnahmt spielt sich das Leben im Süden ab. Wer das ursprüngliche Flair Korfus erleben möchte, macht hier Rast und stärkt sich in einer typisch griechischen Taverne oder im Kafenion.
Imposante Kirchenruine auf der Insel Korfu.
Foto: TiberiusK, www.pixelio.de
