Obwohl Bulgarien touristisch sehr gut erschlossen ist, haben sich Folklore und Brauchtum bis heute erhalten. Volkslieder und Tänze verschiedener Herkunft gehören in vielen Städten zum Treiben auf den Straßen und in zahlreichen Hotels werden sie in Programmen präsentiert. Kunst und Handwerk sind beliebte Mitbringsel aus dem Bulgarien-Urlaub.
Urlauber lockt vor allem die fast vierhundert Kilometer lange Küste entlang des Schwarzen Meeres. Die Hafenstadt Varna, die Literaturinteressierte aus dem Roman „Dracula“ als Durchgangsstation nach Transsylvanien kennen, ist heute das kulturelle Zentrum. Neben zahlreichen faszinierenden Kirchen lohnt die Muttergottes-Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert einen Besuch. In vielen Museen und Ausstellungen werden Zeugnisse der Vergangenheit, zur Volkskunde, Geschichte und Archäologie ausgestellt.
Nördlich von Varna erstreckt sich der so genannte Goldstrand mit seinen beliebten Badeorten. Neben dem Goldstrand glänzt auch der Sonnenstrand mit seinen Bademöglichkeiten. Der touristische Mittelpunkt ist hier die Stadt Burgas, wo einzigartige antike und kirchliche Bauten die Sonnenanbeter vom nahegelegenen Strand weglocken. Nessebar, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört und malerisch auf einer Halbinsel gelegen ist, und Sveti Vlas sind die bekanntesten Badeorte dieser Region.
Auch zum Felsenrelief Reiter von Madara, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, sollte ein Ausflug führen. Bei einem Besuch der Hauptstadt Sofia lassen sich ein Sehenswürdigkeiten- und ein Einkaufsbummel gut miteinander verbinden.
Ist Bulgarien eher für den Sommerurlaub bekannt, entdecken es Touristen nun auch zum Wandern. Durch Wald und über Felsen bieten die Gebirgszüge auf fast 3000 Höhenmetern, z.B. im Balkangebirge oder in den Rhodopen im Süden, eine abwechslungsreiche Landschaft und anspruchsvolle Wanderstrecken. Borovets und Bansko sind darüber hinaus beliebte Skigebiete mit einer sehr guten Infrastruktur.
Kathedrale in Varna am Schwarzen Meer in Bulgarien.
Foto: Sven Richter, www.pixelio.de
