Bereits Corinne Hofmann, „Die weiße Massai“, konnte sich dem Charme Kenias und seiner Menschen nur schwer entziehen. Ihre Geschichte zeigt uns aber nur einen Ausschnitt dieses facettenreichen ostafrikanischen Landes. Kenia gilt heute als „die Wiege der Menschheit“. Millionen Jahre alte Schädelfunde lassen keinen Zweifel daran, dass sich in diesem Teil Ostafrikas eines der ältesten menschlichen Siedlungsgebiete der Erde befand. Aber nicht nur Geschichtshungrige kommen in Kenia auf ihre Kosten.
Das Land besticht ebenso durch seine bunte Landschafts- und Tierwelt, die abwechslungsreicher nicht sein könnte. So stehen die schneebedeckten Gipfel des Mount Kenya, der dichte Urwald, die ewig langen weißen Sandstrände, das saftig grüne Hochland, die scheinbar endlosen Savannen und die lebensfeindlichen Wüsten miteinander im Wettstreit. Zum Erhalt der reichen Landschafts-, Pflanzen- und Tierwelt wurden ungefähr acht Prozent des Landes unter Naturschutz gestellt. Jene Nationalparks zählen heute zu den touristischen Anlaufpunkten. Dabei besticht jeder Park durch seine Einzigartigkeit. So ist der Lake-Nakuru-Nationalpark mit seinen über 400 Arten eines der größten Vogelreservate der Welt. Der größte und tierreichste Nationalpark Kenias ist der Tsavo-Nationalpark. Sein Symbol sind die roten Elefanten. Ihre rote Färbung ist aber keine Laune der Natur, sondern eher auf ihre Vorliebe für die rote Erde in diesem Teil des Landes zurückzuführen, mit der sie sich einstäuben. Neben den Elefanten sind in den Nationalparks auch Nashörner, Giraffen, Flusspferde, Löwen, Krokodile, Wildhunde, Büffel sowie riesige Zebra- und Weißbartgnuherden zuhause. Ihnen bieten die Nationalparks einen Schutz, der auf der Welt seinesgleichen sucht. Das Land am Äquator zeichnet sich ebenfalls durch seinen ethnischen Reichtum aus. Circa 40 verschiedene ethnische Gruppen leben in Kenia neben- und miteinander. Daneben zählen ebenfalls Inder, Araber und Europäer mit kenianischer Staatsangehörigkeit zur Bevölkerung.
Der höchste Berg Afrikas, der Kilimanscharo in Kenia.
Foto: manfred andres, www.pixelio.de
