Geschichtsträchtig und modern – so präsentiert sich die Goldene Stadt ihren Besuchern. Im Hradschin mit der Prager Burg stehen zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf engstem Raum. Dazu gehören unter anderem die Heiligkreuzkapelle aus dem 18. Jahrhundert, der Domschatz, bestehend aus Gewändern, Kruzifixen und Reliquien sowie der Veitsdom, dessen Bau im 14. Jahrhundert begann und erst im 20. Jahrhundert vollendet wurde.
Auch der ehemalige Königspalast aus der Zeit der Gotik ist einen Blick ins Innere wert. Zahlreiche Säle und Salons geben Einblick in die Pracht vergangener Jahrhunderte. Geradezu winzig muten die im Mittelalter entstandenen bunten Häuschen an, die sich im Goldenen Gässchen aneinander reihen. Neben Alchimisten und Goldschmieden fand hier auch der Schriftsteller Franz Kafka für einige Zeit eine Heimat. Will man sich alles etwas genauer und in Ruhe anschauen, sollte mindestens ein ganzer Tag eingeplant werden.
Unterhalb des Hradschins, auf der so genannten Kleinseite, befindet sich der älteste Teil der Stadt mit zahlreichen Adelspalästen. Die Barockkirche St. Nikolaus ist hier eine beliebte Sehenswürdigkeit.
Die Karlsbrücke aus dem 14. Jahrhundert überspannt die Moldau und verbindet auf über 500 Brückenmetern die Kleinseite mit der Altstadt. Gesäumt von Statuen verschiedener Künstler und aus mehreren Epochen stellt die Brücke eine Art Freiluftmuseum dar, das zum Flanieren einlädt. Eine beliebte Route durch die Prager Altstadt führt vom Wenzelsplatz hin zum Altstädter Ring. Dort erwarten das Rathaus und zahlreiche andere Bauwerke aus der Renaissance, dem Barock und Rokoko die Besucher. Die astronomische Uhr, deren Schauspiel zu vollen Stunde die Touristen anzieht, ist ein beliebtes Fotomotiv. Urige Kneipen und Gaststätten servieren tschechische Spezialitäten, darunter Knödel in allen Variationen sowie das bekannte Schwarz- bzw. Karamellbier.
Die Karlsbrücke über die Moldau in Prag.
Foto: Domaris, www.pixelio.de
