Kaum eine Metropole in Europa schafft den Spagat zwischen Tradition und Modernisierung so glaubhaft und dabei so charmant wie die österreichische Hauptstadt Wien. Eine wechselvolle Geschichte hat die Stadt an der Donau bereits hinter sich. Gegründet im 1. Jahrhundert von den Römern wurde sie mehrmals von verschiedenen Völkern, wie den Hunnen oder den Osmanen, beherrscht bzw. belagert und war das Zentrum eines durch kluge Heiratspolitik entstandenen Weltreiches.
Schon damals wussten die Wiener also ihren Charme einzusetzen. Doch nicht nur damit überzeugen sie Städtereisende heutzutage.
Aus den glanzvollen Epochen sind noch zahlreiche Bauwerke erhalten, darunter die Hofburg, die Staatsoper oder auch das legendäre Burgtheater, wo angeblich das beste Deutsch gesprochen wird. Zu den prachtvollsten Schlössern gehören Bellvedere und Schönbrunn, die ehemalige königliche Sommerresidenz, die heute zum Weltkulturerbe zählt. Als Meisterwerk des Barock gilt die Karlskirche aus dem frühen 18. Jahrhundert. Ein Besuch des Praters gehört in Wien zum Pflichtprogramm. Im relativ jungen Museumsquartier finden sich nicht nur sehenswerte Werke, sondern es entstehen auch Trends. Alle diese Eindrücke in Ruhe Revue passieren lassen – das geht stilvoll in einem der traditionellen Kaffeehäuser bei einer Tasse Melange und einem Stück Sachertorte.
Auch das Wiener Umland, das zur Region Niederösterreich gehört, ist landschaftlich und kulturell interessant. Im Norden sind durch den Weinanbau zahlreiche romantische Winzerorte entstanden. Im Örtchen Baden erleben die Besucher im Traditionsheilbad Kuranwendungen in altehrwürdiger Umgebung und die weltgewandte Atmosphäre im Kasino. Aktivurlaubern verspricht das so genannte Waldviertel mit Wandern, Golfen und Radfahren, z.B. im Kulturpark Kamptal, erlebnisreiche Ferien.
Schloss Belvedere in Wien.
Foto: Didi01, www.pixelio.de
